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Das Super-LC-Display des 10 Evo hat zwar mit 2.560 x 1.440 Pixeln die gleiche Auflösung wie das Display des HTC 10, der Bildschirm ist allerdings mit 5,5 Zoll um 0,3 Zoll in der Diagonale größer. Die Pixeldichte ist mit 534 ppi sehr hoch, entsprechend scharf werden Bildschirminhalte angezeigt. Farben werden angenehm neutral dargestellt, allerdings verliert die Helligkeit bei seitlicher Betrachtung merklich an Stärke.HTC hat sich beim 10 Evo für Qualcomms Snapdragon 810 als Prozessor entschieden. Der Grund ist die immer noch gute Rechenleistung sowie die Stärke der Grafikeinheit; verglichen mit aktuellen gehobenen Mittelklasse-Chips wie dem Snapdragon 652 schneidet der 810er tatsächlich immer noch gut ab - auch im 10 Evo, wo er im Geekbench 4 einen Single-Wert von 1.078 Punkten und im Icestorm-Unlimited-Test des 3DMark 25.781 Zähler erreicht.

Zum Vergleich: Das Pixel XL mit seinem Snapdragon 821 schafft im Geekbench 4 einen Single-Wert von 1.544 Punkten und im Icestorm Unlimited 27.991 Punkte. Das ist zwar merklich mehr, allerdings liegen zwischen den beiden Prozessoren auch gut zwei Jahre Entwicklungsabstand. Für alltägliche Aufgaben, sowie auch grafisch aufwendige Spiele, ist der Snapdragon 810 immer noch gut geeignet.Beim Namen "Snapdragon 810" klingeln aber bei manchem die Alarmglocken: Der Prozessor ist bekannt dafür, schnell zu überhitzen und dadurch die Leistung bereits nach wenigen Minuten merklich zu drosseln. HTC betont im Gespräch mit Golem.de, dass dies beim 10 Evo kein Problem sein soll - unsere Messungen zeigen leider das Gegenteil.

Nach fünfzehnminütiger Dauerbelastung des SoCs sinkt die Leistung drastisch. Im Geekbench 4 erreicht das Smartphone dann nur noch ein Ergebnis von 610 Punkten im Single-Test; das entspricht einem Leistungsverlust von fast 45 Prozent, der sich bereits nach nur 15 Minuten zeigt. HTC schafft es beim 10 Evo nicht, diese Drosselung in den Griff zu bekommen.Bei der Speicherausstattung unterscheidet sich das 10 Evo vom HTC 10: Der Arbeitsspeicher ist 3 GByte groß, also 1 GByte kleiner als im 10. Der Flash-Speicher ist mit 32 GByte genauso groß - eine Version mit mehr eingebautem Speicher wird es nicht geben. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut. Das 10 Evo unterstützt Cat6-LTE und WLAN nach 802.11ac, ein GPS-Empfänger und ein NFC-Chip sind eingebaut.

Auf der Rückseite des 10 Evo kommt eine 16-Megapixel-Kamera zum Einsatz, die - anders als das 12-Megapixel-Modell des normalen HTC 10 - keine besonders großen von HTC Ultrapixel genannten Sensorpixel hat. Die Kamera hat einen optischen Bildstabilisator, die Anfangsblende beträgt f/2.0. Videos können in 4K-Qualität aufgenommen werden, Zeitlupenaufnahmen mit 120 fps bei 720p-Auflösung. Die Frontkamera hat 8 Megapixel.Die Bildqualität von Tageslichtaufnahmen wirkt im ersten Eindruck gut, die Fotos haben eine gute Schärfe und stellen feine Strukturen noch recht detailliert dar. Aufnahmen in dunkleren Innenräumen wirken ebenfalls gut, allerdings sind hier merklich mehr Artefakte zu erkennen. Die Kamera-App ist übersichtlich und bietet neben einigen Motivmodi wie einem Panorama-Modus auch einen Pro-Modus. Hier können wir einzelne Aufnahmeparameter manuell einstellen und Bilder im RAW-Format aufnehmen.

Ausgeliefert wird das 10 Evo mit Android 7.0 und HTC-eigener Sense-Oberfläche. Wie bereits beim HTC 10 ist diese verglichen mit früheren Versionen merklich abgespeckt: HTC hat auch bei seinem neuen Modell unnötige App-Doppelungen vermieden. So gibt es beispielsweise als Galerie nur Google Fotos und keine extra Galerie-App von HTC. Dadurch wirkt auch das 10 Evo nicht überfrachtet mit unnötigen Apps. Die Sense-Benutzeroberfläche unterscheidet sich ansonsten immer noch merklich von der Standard-GUI von Android. Auch beim 10 Evo wirkt sie allerdings aufgeräumt und übersichtlich.Der festverbaute Akku hat eine Nennladung von 3.200 mAh und ist per Quickcharge schnellladbar. Anders als beim HTC 10 kommt nicht Quickcharge in der Version 3.0 zum Einsatz, sondern die langsamer ladende Version 2.0. Die Sprechzeit gibt HTC mit 23 Stunden im LTE-Betrieb an - eigenartigerweise sind das vier Stunden weniger als beim normalen HTC 10 mit kleinerem Akku. Eigene Akkulaufzeittests konnten wir noch nicht machen. Der Akku wird über einen USB-Typ-C-Anschluss geladen, der USB 2.0 unterstützt.

Das HTC 10 Evo soll Anfang Dezember 2016 in den Handel kommen und bei Media Markt und Saturn erhältlich sein. Den Preis gibt der Hersteller mit 580 Euro an.Vergleichen wir das 10 Evo mit dem HTC 10, dann fällt es uns schwer, zu erkennen, warum HTC das Gerät auf den Markt bringt. Ja, es ist ein wenig größer als das normale 10 und es ist wasserdicht - diese vom Hersteller als Verkaufsargumente vorgebrachten Punkte reichen uns allerdings nicht aus.Ohne Frage ist das 10 Evo ein gutes Smartphone: Die Kamera macht gute Bilder, das Display ist hochauflösend und hat eine tolle Farbwiedergabe und die Verarbeitung des Metallgehäuses ist hervorragend. Das trifft allerdings auch auf das normale HTC 10 zu, das zusätzlich in zahlreichen anderen technischen Details besser ausgestattet ist - beispielsweise beim Arbeitsspeicher, dem Schnellladestandard oder auch der lichtempfindlicheren Kamera.

Auch der Prozessor ist beim 10 besser als beim 10 Evo. Der Snapdragon 810 ist auf dem Papier kein schlechtes SoC: Von seiner theoretischen Leistung her ist der Prozessor immer noch für die meisten Nutzungsszenarien ausreichend. Allerdings hat es HTC beim 10 Evo nicht geschafft, das Überhitzungsproblem in den Griff zu bekommen - der Chip verliert dadurch schnell an Leistung.Die fehlenden herausragenden Merkmale, die stellenweise etwas schlechtere Ausstattung und der "Problem-Prozessor" Snapdragon 810 fallen besonders ins Gewicht, wenn wir den Preis des 10 Evo mit dem des normalen HTC 10 vergleichen. Dieses ist mittlerweile für um die 530 Euro erhältlich, also 50 Euro günstiger als der zu erwartende Startpreis des 10 Evo.

HTCs Einwand, dass die 580 Euro ja nur der Listenpreis sei und das Smartphone günstiger werde, lassen wir nicht gelten: Zu Anfang wird das 10 Evo teurer sein als das normale 10, mit einem plötzlichen Preisrutsch von 50 Euro gleich zu Anfang des Verkaufs rechnen wir nicht. Und selbst bei gleichem Preis würden wir zum HTC 10 raten, besonders wegen des Prozessors.Es ist HTC natürlich nicht vorzuwerfen, dass sie ein in den USA auf den Markt gebrachtes Smartphone auch in anderen Teilen der Welt verkaufen - insbesondere kurz vor Weihnachten. Allerdings raten wir Interessenten an einem HTC-Smartphone zum Kauf der hauseigenen, günstigeren und besseren Konkurrenz in Form des HTC 10. Wem die Marke egal ist, der findet auch bei der Konkurrenz entsprechende Geräte, etwa bei Samsung oder Oneplus.

In Lenovos kommendem Miix 520 sollen ein Kaby-Lake-Chip mit DDR4-Speicher, ein Fingerabdrucksensor und mehrere USB-Type-C-Anschlüsse stecken, hinzu kommt ein Digitizer-Stift. Einzig beim Display hat Microsofts Surface Pro 4 Vorteile.
Einem umfangreichen Bericht von Winfuture zufolge entsteht derzeit bei Lenovo das Miix 520. Das Tablet mit optionalem Tastaturcover wird im gleichen Marktsegment positioniert wie Microsofts Surface Pro 4. Das ist allerdings mittlerweile schon ein Jahr am Markt, für das sich noch in Entwicklung befindliche Miix 520 liegt kein Veröffentlichungstermin vor.

Fest steht jedoch bisher schon die Ausstattung - wenngleich Lenovo jederzeit Änderungen vornehmen kann. Der Hersteller plant, Intels neue Kaby-Lake-Chips einzusetzen. Genannt werden die drei Modelle Core i7-7500U, Core i5-7200U sowie Core i3-7100U, mehr bietet Intel aus der U-Serie ohnehin nicht an. Lenovo möchte die Prozessoren passiv kühlen, was auch Microsoft bei der M3-Variante des Surface Pro 4 tut. Dort darf der Chip aber nur 4,5 Watt an Leistung aufnehmen. Lenovo hingegen drosselt die U-Modelle von 15 auf 10 Watt, Acer lässt die TDP beim älteren Aspire Switch Alpha unberührt.

Das Touchdisplay des Lenovo Miix 520 soll 12,3 Zoll in der Diagonalen messen und mit 1.920 x 1.200 Pixeln auflösen, also im 16:10-Format. Beim Surface Pro 4 sind es 2.736 x 1.824 Bildpunkte im 3:2-Seitenverhältnis, was wir als sehr angenehm empfinden. Das Display des Miix 520 unterstützt einen Wacom-Stylus mit 2.048 Druckstufen - ob er mitgeliefert wird, geht aus dem Winfuture-Bericht nicht hervor. Statt einer Infrarotkamera nutzt das Miix 520 einen Fingerabdrucksensor, um Windows Hello zu unterstützen.Ausgestattet werden soll das Lenovo-Tablet mit 4 bis 16 GByte DDR4-Arbeitsspeicher und einer 128 GByte bis 1 TByte fassenden SSD mit PCIe-Anschluss und NVMe-Protokoll. Bluetooth 4.2 und ac-WLAN sind vorhanden und anders als bei Microsoft soll es ein optionales LTE-Modem geben. Das Miix 520 nutzt eine 5-Megapixel-Frontkamera und zwei Hauptkameras mit 8 sowie 2 Megapixeln, eventuell wird ein Realsense-Modell verbaut.

Der Akku des Prototyps soll 41 Wattstunden (38 Wh beim Surface Pro 4) aufweisen und über ein 45-Watt-Netzteil aufgeladen werden. Dazu dient einer der beiden USB-Type-C-Ports, einen USB-3.0-Anschluss in Typ-A-Bauweise gibt es ebenfalls. Lenovo plant, dass das Tablet 9 mm flach sein soll.Offiziell steht die Ursache der Brände bei Samsungs Galaxy Note 7 noch nicht fest, die Akkus waren aber schnell verdächtig. Für den Hersteller der ersten Akkus, Samsungs Tochter SDI, bedeutet dieser Generalverdacht einen sinkenden Marktwert und Probleme mit den Kunden. Als die ersten Galaxy Note 7 in Flammen aufgingen, tauschte Samsung die Geräte gegen neue Modelle mit Akkus eines anderen Herstellers aus. Die in den ersten Geräten verbauten Akkus der Samsung-Tochter SDI standen schnell unter dem Verdacht, die Brände zu verursachen. Dass auch einige neue Austauschgeräte mit Amperex-Akkus Feuer fingen, änderte nichts an der schlechten Publicity.

Wie Reuters jetzt im Gespräch mit SDI-Managern herausgefunden hat, leidet das Geschäft von SDI immer noch unter dem Note-7-Debakel. Einer der Entwickler des Akkus erklärt, dass der Hersteller bereits kurz nach den ersten Vorfällen andere Kunden davon überzeugen musste, dass die für ihre Geräte produzierten Akkus sicher seien. Dazu zählt auch Apple.Die Batterieprobleme sollen sich SDI zufolge ausschließlich auf das Galaxy Note 7 beziehen. Dennoch denken Analysten, dass SDI künftig Probleme haben könnte, neue Kunden zu gewinnen. Dies sei wahrscheinlich schwieriger, als die aktuellen Kunden zu überzeugen.Anders als der Börsenkurs von Samsung, der nach dem Note-7-Zwischenfall höchstens stagnierte, aber nicht sank, ist der Marktwert von SDI um ein Fünftel gesunken. Der Verlust im dritten Quartal 2016 ist mehr als doppelt so hoch wie der im Vorjahreszeitraum. SDI hat einen Marktwert von 25 Prozent bei Kleingerätebatterien. Das Unternehmen wurde 1970 als Joint Venture von Samsung und NEC gegründet.

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